Alkohol in der Schwangerschaft

Leider gibt es beim dem Thema Schwangerschaft und Alkohol immer noch sehr viel Unwissenheit und so ist es nicht selten, dass Familienangehörige oder auch Frauenärzte und Hebammen nichts gegen ein „Gläschen“ zu besonderen Anlässen – auch während der Schwangerschaft haben. Eine Schwangerschaft dauert gute neun Monate und da mangelt es in der Regel nicht an Gelegenheiten: Weihnachten, Neujahr, Geburtstage etc. Immer wieder wird man als Schwangere entweder vom Partner oder von anderen Familienangehörigen aufgefordert eins mitzutrinken.

Schwangerschaftsbauch

Aber was stimmt nun? Ist Alkohol in der Schwangerschaft tabu oder ist es in sehr geringen Maßen erlaubt? Bezüglich Alkohol (und auch anderen Drogen) gilt: Alles geht – nichts muss!

Während der Schwangerschaft sind die werdende Mutter und ihr Baby über die Nabelschnur und Plazenta miteinander verbunden. Daher trinkt das Ungeborene mit, wenn die Mutter trinkt. Innerhalb weniger Minuten haben Baby und Mutter den gleichen Alkoholspiegel. Allerdings funktioniert dieses Prinzip nicht beim Alkoholabbau. Während bei der Mutter der Alkohol schon abgebaut wurde, arbeiten die noch nicht ausgereiften Organe des Babys auf Hochtouren, um das Gift wieder loszuwerden.

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Je nach Entwicklungsphase des Embryos können unterschiedliche Bereiche betroffen sein. Es kann sein, dass der Alkohol keine Schäden verursacht oder so geringe, dass sie ausgeglichen werden können, ABER es kann auch sein, dass Entwicklung von Nervensystem, Organe, Gehirn etc nachhaltig gestört werden.

Bei Frauen, die es nicht schaffen während der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten, weil sie evtl schon vorher ein Problem mit Alkohol hatten, sind die Schädigungen des Babys häufig direkt nach der Geburt sichtbar und die Babys erleben dann auch ihren ersten Entzug, kurz nachdem sie auf die Welt kommen. Bei Frauen, die nur gelegentlich Alkohol trinken, können Schädigungen beim Kind auch erst später sichtbar werden.

Die verschiedenen, durch Alkohol verursachten Schädigungen werden zusammengefasst als Fetales Alkoholsyndrom

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Kinder, die mit solchen Schädigungen auf die Welt kommen, haben es besonders schwer. Je nach Schwere der Schädigungen werden sie schlechtere Schulabschlüsse haben, von Arbeitslosigkeit betroffen, sie werden häufiger straffällig, erleiden weitere psychiatrische Störungen und werden selbst anfällig für Alkohol- und Drogenprobleme.

Schlafendes Baby

Für ein gesundes Baby: Verzicht auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen!

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